Interview mit Claus Theo Gärtner

Interview mit Claus Theo Gärtner


"Ab und zu möchte ich nicht nur Bild,
sondern auch Pinsel sein!"



Claus Theo Gärtner wurde 1943 in Berlin geboren, verbrachte seine bewegte Jugend im Ruhrgebiet, in Österreich, in den USA und Südostasien. Später studierte er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover und hatte danach Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen. Gleich für seinen ersten Filmauftritt in „Zoff“ (1971) wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Weitere Filme und einige TV-Auftritte folgten. Viel gelobt wurde Gärtners Darstellung des Sozialarbeiters Hanno in der Serie „Die Straße“ (1978). 1981 bekam der Schauspieler dann das Angebot für die Rolle des „Matula“ in „Ein Fall für zwei“. Gärtner war nicht sonderlich begeistert von dem Angebot, nahm aber schließlich doch an. Zunächst war „Matula“ neben Günter Strack alias Dr. Renz eher der Laufbursche. Doch inzwischen hat sich der schlagfertige Privatdetektiv zum Star der Serie hochgearbeitet. Mit Paul Frielinghaus hat er jetzt bereits den vierten Partner an seiner Seite. Und nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera ist Gärtner aktiv: Bei einigen Folgen führte er selbst Regie. Wenn es der Drehplan zulässt, frönt er zwei privaten Leidenschaften: Schnellen Autos und dem Reisen. 1992 trafen „Linse“-Herausgeber Dirk Döppenbecker und Claus Theo Gärtner erstmals aufeinander. Damals entstand ein Interview mit seinem damaligen „Fall für zwei“-Partner Rainer Hunold. Das 25jährige Jubiläum von „Ein Fall für zwei“ war ein guter Grund für ein zweites Treffen mit vielen aktuellen Fragen, denen sich ein gut gelaunter Gärtner stellte.


 

? Herr Gärtner, 25 Jahre „Ein Fall für zwei“. Trotz Ihrer berühmten optimistischen Zusage 1981 im „Franziskaner“, als sie im Spaß auf einem Zettel für 100 Folgen unterschrieben haben – hätten Sie gedacht, dass es mehr als 250 werden könnten?

Claus Theo Gärtner: Nein, es wurde immer wieder von Jahr zu Jahr verlängert, noch zehn und noch zehn und aus Mangel an Alternativen dazu, bin ich da so lange beigeblieben. Keine Alternativen heißt nicht, dass das alles Schrott gewesen wäre, was man mir angeboten hat, da waren sicher viele Sachen dabei, die ich gerne gemacht hätte, nur bei zehn Filmen im Jahr ist da einfach kein Platz. Am Anfang, als wir nur sechs oder acht Folgen pro Jahr gedreht haben, habe ich ja noch Theater gespielt, aber dann kamen zehn und wissen Sie, es gibt noch ein Leben vor dem Tode. Man darf auch nicht vergessen, dass ich im Jahr 14 Rennen gefahren habe...

 

? Sie sind jetzt 63 Jahre, da wären es nur noch zwei Jahre bis zum Ruhestand. Wie ist es in der Serie mit Josef Matula?

C.T.G.: Der macht erst mal weiter. Ich kann ja jetzt nicht anfangen, Rosenzüchter zu werden oder Hecken zu schnipseln...

 

? Mit Paul Frielinghaus steht der vierte Anwalt an Matulas Seite. Und der hat nach Rainer Hunold jetzt schon die meisten Folgen mit Ihnen gedreht. Entsteht in so einer langen Zusammenarbeit auch eine private Freundschaft?

C.T.G.: Ja, wir sind sehr gut befreundet, man kann sagen, wir sind dickste Freunde.

 

? Gibt es andere Kollegen, die Sie zu Ihren Freunden zählen, oder ist unter Schauspielern, die nach einem Film auseinander gehen, keine Freundschaft möglich?

C.T.G.: Ja, eine Freundschaft entwickelt sich ja nicht so schnell innerhalb der Drehzeit einer Folge. Das kann passieren, aber es ist nicht gang und gäbe. Mit dem Rainer Hunold beispielsweise war es so, dass wir lange zusammen gearbeitet haben und dann ging er nach Berlin, drehte da „Bülowbogen“ und das war wirklich „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ Aber nicht, weil wir uns böse sind, sondern weil es einfach gar keine Gelegenheit gegeben hat, weil wir beide so beschäftigt sind. Aber es geht auch anders, denn mit dem Matthias Herrmann, der auch mit Paul Frielinghaus befreundet ist – was ja geht, weil der ihm ja keine Rolle weggenommen hat – bin ich noch richtig gut befreundet. Also die Freundschaften gibt es schon!

 

? In der Jubiläumsfolge hat „Matula“ plötzlich angeblich einen Sohn der Polizist ist und unter Verdacht gerät, was mich an Parallelen zur ersten Folge von „Ein Fall für zwei“ erinnert, in der Sie als Polizist ebenfalls angeklagt und von Dr. Renz alias Günter Strack vertreten wurden. Da lag der Gedanke nahe, dass da ein Nachfolger für Sie ins Spiel gebracht wurde.

C.T.G.: Der „Sohn“? Naja, er war es ja am Ende nicht und es war auch nicht die Absicht, da Parallelen aufzuzeigen.

 

? Und Claus Theo Gärtner? Haben Sie auch Kinder?

C.T.G.: Ja, Enkelkinder sogar schon. Mein Sohn lebt in Köln und ich habe zwei Enkelkinder, zehn und achtzehn Jahre alt. Und die 18-Jährige hat auch schon in Indien, in zwei Bollywood-Produktionen kleine Rollen gespielt. Das heißt jetzt nicht, dass sie Schauspielerin ist, das hat sich in Indien durch Freunde ergeben, das sie da mitgemacht hat.

 

? Ihre Wurzeln liegen im Theater (Deutsches Staatstheater Göttingen), mit Günter Strack haben Sie auch eine Theatertournee gemacht, haben mit „Revanche“ 1984 auch in Hilden gastiert. Hätten Sie mal wieder Lust auf Theater?

C.T.G.: Ja, werde ich auch wieder machen, nur wie gesagt, im Moment geht es nicht.

 

? Das ZDF hat jetzt zwei weitere 60-minütige Freitagskrimiformate in Arbeit („Stolberg“ und „Krimi Berlin“). Kann es sein, dass von den Klassikern „Der Alte“, „Siska“ und eben „Ein Fall für zwei“ in Zukunft weniger Folgen pro Jahr gedreht werden? Dann hätten Sie auch wieder Zeit fürs Theater...

C.T.G.: Im Gegenteil. Wir haben jetzt gerade wieder angefangen, mehr Folgen pro Jahr zu drehen. Wir haben mal, worüber ich sehr glücklich war, nur acht Folgen gedreht. Da habe ich gedacht: „Toll, endlich mal ein bisschen mehr Freizeit!“ und dann haben sie uns gleich einen Anderthalbstünder hinten reingeknallt, das ist der Jubiläumsfilm und dann waren’s anstatt acht neuneinhalb und jetzt werden wieder zehn gedreht. Dieses Stundenformat passt wohl am besten in die Sendeleiste.

 

? Stundenformat ist ein gutes Stichwort: Seit 1. April 2005 hat das ZDF jetzt eineinhalb Jahre die Freitagskrimis sinnlos gekürzt und verstümmelt. Wie ist Ihre Meinung dazu?

C.T.G.: Davon habe ich natürlich nichts gehalten, das war doch ein Knieschuss, den die sich selber verpasst haben. Deshalb bin ich auch besonders froh, dass das jetzt wieder geändert wird.

 

? Was hat sich im Laufe der Zeit eigentlich alles geändert, verändert? Gibt es Anekdoten, die Sie zum Besten geben könnten?

C.T.G.: Die Erzählweise hat sich geändert. Wenn ich vergleiche, wie wir die Geschichten vor 15 Jahren erzählt haben, dann stelle ich fest, dass das viel epischer, viel breiter erzählt wurde, aber – seit es die Erfindung der Fernbedienung gibt – werden auch die Filme anders geschnitten, damit ja keiner auf die Idee kommt, vielleicht mal auf die Taste zu drücken. Wenn man von den Kürzungen absieht, was wir jetzt hinter uns haben, sind das natürlich immer noch gute Filme, aber die epische Erzählweise hat mir schon besser gefallen.

 

? Apropos epische Erzählweise: „Ein Fall für zwei“ ist der einzige Freitagskrimi, der ab und an mal einen 90-Minüter anbietet, wie jetzt beim Jubiläum. Könnten Sie sich aber nicht auch vorstellen, dass auch mal wieder ein Mehrteiler, wie der Dreiteiler „Morgengrauen“ (1984) und der Zweiteiler „Erben und sterben“ (1986) entstehen könnte, die damals sehr erfolgreich (14,5 und 17,9 Millionen Zuschauer) waren?

C.T.G.: Sehbeteiligungsmäßig ist das heute bei dem Angebot an Fernsehsendern, Mitbewerbern und Konkurrenten – wir hatten, glaube ich, sogar mal 19,4 Millionen Zuschauer – nicht mehr zu schaffen. Warum man von den Mehrteilern an sich abgekommen ist, weiß ich nicht, aber die in der Programmdirektion werden Gründe haben.

 

? Das wäre jedenfalls wirklich mal ein Grund, drei Wochen hintereinander Folgen von „Ein Fall für zwei“ zu zeigen. Die Blockausstrahlung von bis zu sechs Folgen seit 2003 an einem Stück und dann ein halbes Jahr Pause kommt weder bei den Zuschauern, noch bei den Schauspielern (Pierre Sanoussi-Bliss, Axel Richter aus „Der Alte“ meint: „Blockausstrahlung ist gruselig!“) an. Würden Sie sich dieser Aussage anschließen und meinen Sie nicht auch, dass die Krimis dadurch Ihren Ereignischarakter verlieren?

C.T.G.: Ja, ich bin genau dieser Meinung.

 

? Ab und zu führen Sie auch Regie. Ist das von der Arbeit her, die dann ja auch ein bisschen mehr als sonst ist, eine spezielle Herausforderung an Sie?

C.T.G.: Ja, ein bis zweimal im Jahr übernehme ich auch mal die Regie, weil ich hin und wieder nicht nur Bild, sondern auch mal Pinsel sein möchte. Einen ganzen Film von vorne bis hinten zu konzipieren, macht mir einen Riesenspaß und ein- bis zweimal im Jahr gönne ich mir das. Das ist zwar Mehrarbeit, aber kein Stress, wie man meinen könnte. Stress hätte ich, wenn ich nichts zu tun hätte.

 

? Inzwischen wird der Nachspann nicht nur bei den Privatsendern, sondern zu 90 Prozent auch beim ZDF gekappt – die Crewangaben laufen als Laufband in einer Nanosekunde unten am Bildschirm entlang. Was halten Sie von dieser Unsitte, vor allen Dingen, wenn sie auch bei den 60-minütigen Freitagskrimis zum Einsatz käme – bei den 45-Minütern ist das ja schon gang und gäbe?

C.T.G.: Ich halte davon nix.

 

? Was immer wieder feststellbar ist, ist dass Matulas Klienten so gut wie immer unschuldig sind und das letztendlich bewiesen wird. Nicht unbedingt realistisch, oder?

C.T.G.: Das muss natürlich so sein im Fernsehkrimi. Es hat auch andere Geschichten gegeben, die großen Ärger bereitet haben. Die Deutschen sind nämlich offenbar alles so etwas wie Rächer, es darf ja nix ungesühnt bleiben. Als wir in einer Folge einen Verdächtigen rausgeboxt haben und es sich dann doch rausgestellt hat – weil keiner wegen des gleichen Verbrechens zweimal angeklagt werden darf – dass er es doch war, da hätten Sie die Empörung der deutschen Fernsehzuschauer erleben müssen; das ZDF ist bombardiert worden mit Briefen, dass das nicht geht, dass dieser Mann nicht frei rumlaufen darf. Und deshalb geht es bei uns seitdem immer gut aus, auch wenn es in der Realität, in der manch einer freigesprochen wird, der schuldig ist, anders aussieht. Aber das will man nicht wahr haben und im Fernsehen schon gar nicht.

 

? Mit durchschnittlich sechs Millionen Zuschauern hat „Ein Fall für zwei“ noch eine exorbitant hohe Einschaltquote. Im Vergleich zu den Anfängen hat sich die Zuschauerzahl allerdings schon halbiert und selbst ARD-Dienstagsserien wie „Um Himmels Willen“ oder „Familie Dr. Kleist“ haben mehr Zuschauer. Frustriert einem das als Schauspieler, der alles für eine Rolle gibt, nicht ein wenig?

C.T.G.: Nein, das frustriert mich nicht. Man muss überlegen, wo ist der Sendeplatz? Natürlich hat der „Tatort“ immer eine gute Einschaltquote, weil die Leute sonntags zu Hause bleiben. Freitag abend gehen die Leute kegeln, bowling spielen, sie gehen aus. Und trotzdem noch so viel Zuschauer zu haben, das spornt eher an!

 

? Stichwort „Tatort“: SAT.1 hat ja gerade eine Offensive gegen ihn mit dem Krimidoppelpack „Navy CIS“ und „Criminal Minds“ gestartet und fährt damit nicht schlecht. Was halten Sie von solchen US-Produktionen?

C.T.G.: Ich habe erst einen dieser „CSI“-Krimis gesehen, weiß aber nicht mehr welchen – es gibt ja drei – aber den fand ich unheimlich toll. Ich komme aber auch nicht so viel zum Fernsehen und so fiktionale Programme schaue ich auch nicht viele. Den Fernseher brauche ich hauptsächlich zur Information, sehe Magazine und Nachrichten, eventuell populärwissenschaftliche Sachen. Um Filme zu sehen, gehe ich ins Kino, auf so nem kleinen Bildschirm kriege ich zuviel.

 

? Wie sieht es mit Ihrer Leidenschaft Autorennen im Moment aus?

C.T.G.: Ich fahre jetzt nur noch Oldtimerrennen.

 

? Sie reisen auch gerne. Wo gefällt es Ihnen am Besten?

C.T.G.: Das kann man so nicht sagen. Überall, wo es neu für mich ist, was ich neu erlebe, ist schön für mich. Ich habe jetzt gerade eine längere Reise mit meiner Freundin gemacht, die ging über Burma, Laos, Kambodscha, Thailand, Maleysia, Australien, Argentinien, Antarktis. Das war die letzte Reise, bei der wir auch zweieinhalb Monate unterwegs waren.

 

? Wie halten Sie sich eigentlich so fit, dass man Matula die Aussage „Ich bin jung, ich brauche das Geld!“ aus der Jubiläumsfolge „Blutige Liebesgrüße“, glaubt?

C.T.G. (lacht): „Ich brauche das Geld“ ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Das war ein Text des Drehbuches. Wie ich mich fit halte? Wenn Sie im Jahr 160 Drehtage haben, sind Sie so beschäftigt, dass Sie ständiges Fitnessprogramm haben. Ich hüpfe und springe das ja alles selbst. Jetzt gerade bin ich in den Main gesprungen – die Fotos konnte man in der Presse sehen. Da steht dann tatsächlich in der Zeitung: „Herr Gärtner, warum tuen Sie sich das mit 63 noch an?“ Ja, weil es Spaß macht. Andere müssen 50 Euro bezahlen, wenn sie von der Brücke springen. Bei der Fußballweltmeisterschaft sind doch die Engländer darunter gehüpft und oben stand die Polizei und hat die Strafgelder verteilt.

 

? Um noch mal auf die Rennfahrerei zu Sprechen zu kommen: In der Jubiläumsfolge gibt es auch eine köstliche Szene. in der Matula Lessing beibringt, wie er einen Tourenwagen zu fahren hat. Stammt die Idee zu dieser Szene von dem passionierten Rennfahrer Claus Theo Gärtner?

C.T.G.: Nein, die stammt von dem Autor, aber da die Autoren auch wissen, dass ich auch Rennfahrer war, bauen die das natürlich mit ein. Es ging ja auch in diesem Fall nur um den Gag, es ging ja nicht darum, dass der Rennen fahren soll, sondern der hat was falsch verstanden.

 

? Wie war die Zusammenarbeit mit Götz George und Christiane Hörbiger bei „Blatt und Blüte“ und wird es eine weitere Zusammenarbeit geben?

C.T.G.: Ach, das war doch nur so ein Gastauftritt, es war auch mehr ein Geschenk für die Hörbiger und den Regisseur, Michael Kreindl.

 

? Apropos Michael Kreindl. Ist das der Sohn von Werner Kreindl?

C.T.G.: Ja.

? Wie lange wird es Matula und „Ein Fall für zwei“ noch geben und könnten Sie sich „Ein Fall für zwei“ auch ohne Claus Theo Gärtner vorstellen?

C.T.G.: Es wird so lange weiter gehen, wie die Leute zuschauen, solange das ZDF meint, es wäre noch brauchbar, was wir da machen. Ohne mich wäre das was Anderes. Sicher wird man ein anderes Gespann zusammen stellen können, aber da wird der Detektiv bestimmt nicht Matula heißen.

 

? Aber da wird der Erfolg höchstwahrscheinlich ausbleiben, denn die Serie lebt ja schon in erster Linie von Ihnen, von der Figur des „Matula“?

C.T.G.: Sicher, viele Leute meinen ja, ich heiße Matula.

 

? Wie gehen Sie mit Kritik um?

C.T.G.: Wenn sie konstruktiv ist, schreibe ich sie mir hinter die Ohren, wenn es Quatsch ist, vergesse ich es.

 

? Haben Sie ein schauspielerisches Vorbild?

C.T.G.: Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. Als ich den ersten Film in meinen Leben gesehen habe – da war ich fünf oder sechs – das war „Tarzan in der Großstadt“. Da wollte ich „Tarzan“ werden, nicht Schauspieler. Aber ich saß immer falsch rum im Kino. Denn da oben in dem kleinen Loch, da musste das ja alles hinter sein. Unter Celluloid konnte ich mir ja nichts vorstellen. Und mein Hauptinteresse war, „Wie komme ich da hinten rein?“ Erst viel später habe ich realisiert, dass das ja ein Schauspieler war.

 

? Wie empfinden Sie Popularität?

C.T.G.: Naja, manchmal ist es anstrengend, weil es sich so oft wiederholt. Die Leute wissen ja nicht, dass mir vor zwei Minuten schon einmal einer mit dem gleichen Spruch auf die Schulter geklopft hat. Aber manchmal wird man auch im Restaurant besser bedient, bekommt eher einen Platz.

 

? Wann waren Sie zuletzt im Kino und in welchem Film?

C.T.G.: Letzte Woche war ich in Basel in „Von Menschen und Hunden“. Das ist eine Geschichte, die in Brasilien spielt – eine harte Story.

 

? Welche Musik hören Sie gerne?

C.T.G.: Je nach Stimmung. Ich liebe Klassik, aber wenn ich auf einer Party bin, dann Hauptsache laut.

 

? Ihre Lieblingssendung im Fernsehen?

C.T.G.: Alles, was bei „Discovery“ kommt.

 

? Gibt es eine Sendung, die Sie absetzen würden?

C.T.G.: Nö, ich bin doch nicht der Zensor des Fernsehens.

 

? Ihre größte Tugend und Ihre größte Schwäche?

C.T.G.: Meine größte Tugend ist die mir antrainierte Disziplin, die ich in 25 Jahren aufgebracht habe. Meine größte Schwäche ist das Rauchen so schwer lassen zu können.

 

? Was halten Sie von der großen Koalition?

C.T.G.: Ja, wenn die langsam mal zu Rande kämen, wäre das ja in Ordnung, aber solange das nichts wird, sollten wir wieder neu wählen.

 

? Jetzt wurden unpopuläre Entscheidungen während der WM getroffen in der Hoffnung, das deutsche Volk merkt das nicht oder nimmt es trotzdem wiederspruchslos hin...

C.T.G.: Ja, so machen die das. Aber das wird ja nicht nur in Deutschland so gemacht, das wird in Frankreich und Italien genauso gemacht.

 

? Haben Sie ein Lebensmotto und wenn ja, welches?

C.T.G.: Es gibt noch ein Leben vor dem Tode.

 

? Glauben Sie an Gott?

C.T.G.: Ja!

 

? Was soll später einmal über Sie gesagt werden?

C.T.G.: Er hat alles richtig gemacht.